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Was könnte ich als verantwortlicher Verkaufsmanager tun, um den Umsatz anzukurbeln?

Nun, vor Krankheiten haben alle Angst. ‘Weißkittel’ mit respekteinflößenden Titeln haben wir genügend im Haus. Und wenn wir nun noch ein Papier herausgeben, der Virus xy sei ganz gefäääährlich, tödlich und wir erwarten eine Pandemie, unterschrieben von Professor M.? Dazu noch ein paar Fotos von Beerdigungen auf Friedhöfen mit entsprechendem Kontext (Weiß doch eh keiner, wer da beerdigt wurde. Da können wir auch die von Tante Trude nehmen :-) ). Dann müsste das doch klappen mit dem Umsatz?

Die Presse schreibt doch sowieso, was wir diktieren. Die Schreiberlinge, die wir im Haus sitzen haben, werden halt mal ein paar Artikel vorschreiben und ausliefern.

Wenn dann unter den Journalisten bei der Presse einer vorlaut wird, dann schalten wir halt mal eine Woche lang keine Image Anzeigen bei diesem Verlag. Dann sitzt der Vorlaute entweder nicht mehr auf seinem Schreibtisch oder er ist gaaaanz still geworden. Im Zweifelsfalle verlängern wir halt die Anzeigenabstinenz um eine Woche.

Und die Ärzte? Ja das ist ganz einfach. Die sind doch sowieso froh, wenn sie was zu verschreiben haben. Ein paar diskrete Anfragen bei den Berufshaftpflichtversicherern und die verständigen dann ihre Versicherten schon, wie sie sich zu verhalten haben.

Politiker – ja, die laden wir zu Vorträgen unserer hauseigenen Wissenschaftler ein, dann bekommen die soviel Angst davor, etwas falsches zu machen, dass die ohnehin nur noch Ja-Ja sagen und mit dem Kopf nicken.

Zulassung?  Brauchen wir nicht. Wenn wir genügend schwarze Wolken malen, dann holen wir irgendwas mit Zulassung aus dem Keller und preisen das mit vielen wissenschaftlichen Argumenten als das Wundermittelchen und schon läuft die ‘Marie’.

Ja und die Impfstoffe? Man braucht ja nur genügend Panik inszenieren, dann sind die sooo froh da draußen, wenn sie überhaupt was zum impfen bekommen, dass Zulassungen nur noch Formsache sind. Und wenn wir die richtigen Leute ansprechen, dann bekommen wir den Stempel sowieso für lau.

Sicherlich muss da was fließen. Aber was für den Einzelnen ein schönes Taschengeld ist, sind doch für uns nur Peanuts. Die paar Kröten haben wir zur ersten Mittagspause wieder drin, wenn die Sache erst mal angelaufen ist.

Wenn wir den Politikern richtig Angst machen, dann bekommen wir vielleicht sogar noch eine Haftungsfreistellung nur dafür dass wir überhaupt liefern. Und dann könnten wir den Leuten auch Spülwasser spritzen, ohne dass uns einer kann.

Also was soll’s, krempeln wir die Ärmel hoch. Wir müssen schließlich was für unsere Arbeitsplätze tun und die Aktionäre wollen auch mal wieder ein paar kräftige Dividenden sehen.

Erklärung des Verfassers:  Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder Gesellschaften sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

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3 Kommentare zu „Schweinegrippe – Kantinengespräch beim Pharma Riesen“

  • Was für die Pharmafirmen mit der H1N1-Schutzimpfung finanziell rauspringen soll (und sich deren Aktionäre erwarten) steht in einem “Grippe-Artikel” auf der Startseite von http://www.der-clevere-Lebenskuenstler.de. Wie heißt es schon so treffend bei Erich Kästner: “Niemals darfst Du so weit sinken, von dem Kakao, durch den man Dich zieht, auch noch zu trinken.”

  • DR.Chytra, Libuse:

    Warum ist Ihr Forum so feindlich gegenüber den Ärzten eingestellt.
    Ich bin Allgemeinärztin und Homöopathin. Seit 2 Wochen behandle ich viele H1N1 Patienten naturheilkundlich und homöopathisch. Über Impfung ist in unserer Praxis gar keine Rede.

    Schweinegrippe ist homöopathisch sehr gut behandelbar, dadurch der Verlauf deutlich verkürzt.

    • Hallo Frau Dr. Chytra,

      also feindliche Äußerungen gegenüber Ärzten kann ich hier weder in Kommentaren, noch in den Beiträgen erkennen.

      Eine Skepsis und Ablehnung gegenüber den Praktiken der Pharmaindustrie sowie ihrer Lobby dagegen schon. Ebenso Unverständnis gegenüber der Politik, die zulässt, dass sie von der Pharmalobby regelrecht getrieben wird.

      Die Berufsgruppe der Mediziner wurde in dieser Glosse über die Pharmaindustrie gar nicht angesprochen. Keinesfalls diejenigen, die sich noch wirklich Gedanken um das Wohl ihrer Patienten machen. Gerade Ärzte wie Sie, die sich mit Natur-Heilmethoden befassen und nicht nur pharmazeutisch behandeln, bilden ja in der Medizin zunehmend ein Gegengewicht zur Pharmalobby.

      Aus der Ärzteschaft sind in diesem Beitrag (unter dem Begriff “Weißkittel”) nur diejenigen Mediziner angesprochen, die selbst in der Pharmaindustrie arbeiten. Ebenso solche, die ihr Gewissen als Arzt an Pharmaunternehmen verkauft haben. Wie heißt es doch so schön? Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

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